PRESSESTIMMEN

REAKTIONEN

Jubel und Standing Ovations auch bei der 4. Wiederholungstournee von "Patrick 1,5"

 

Neuenrade - "Turbulente Komödie erntet viel Applaus. Es geht in dem Stück um Toleranz und das Anderssein. Aktueller kann Schauspiel doch nicht sein “, kündigte Kulturausschuss-Vorsitzender Josef Brockhagen am Sonntag im Kaisergarten die Veranstaltung an. „Patrick 1,5“ bewies, dass ein Bühnenstück, das für Toleranz wirbt, nicht etwa trocken oder gar langweilig sein muss. Bunte Farben, flotte Dialoge, flappsige Sprüche. Das Stück sorgte nicht nur beim Stammpublikum im einmal mehr rappelvollen Kaisergarten für große Begeisterung. Auch die jungen Besucher waren schnell Feuer und Flammen. In der ersten Reihe verfolgten die acht Vip-Kids, diesmal aus der Waldorfschule und der Hönnequellschule, wie sich das Ehepaar Sven und Göran auf den adoptierten anderthalbjährigen Patrick freut. Stattdessen steht durch ein Versehen beim Sozialamt plötzlich der 15-jährige Rabauke Patrick auf der Matte. Dieser Patrick hat schon einiges auf dem Kerbholz strotzt nur so vor krimineller Energie und macht keinen Hehl aus seinen Voruteilen, als im klar wird, dass er dort in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gelandet ist. Das Problem: Es ist Gründonnerstag, die Zuständigen beim Sozialamt sind übers Wochenende weg und die drei müssen sich nun arrangieren. Während die Sachlage für Gören klar ist – Patrick muss zumindest übers Wochenende bleiben – ist Sven eher skeptisch. Doch allmählich weichen die Fronten auf. So einfach die Idee hinter der Story ist – sie ist brilliant und birgt Potenzial für Pointensalven, die sich die Schauspieler Jan Hasenfuß (Sven), Stefan Peschek (Patrick) und Thomas Rohmer (Göran) auf der Kaisergarten-Bühne nur so um die Ohren feuerten. Die Geschichte der turbulenten Komödie war aus der aktuellen Zeit gegriffen. Zu Toleranz rief das Schauspiel nur beiläufig, aber doch mit aller Deutlichkeit auf. Das war schnell klar. Es schwebte nicht etwa der erhobene Zeigefinger über den Schauspielern. Viel mehr ließ man sich einfach ein auf die Lebensgeschichte der drei, die viele Probleme mit sich brachte und somit Stoff für eine kurzweilige Komödie lieferte, die lautstarken Applaus erntete. Große Schauspielkunst mit kurzen, knackigen und scharfzüngigen Unterhaltungen machte das Stück über ein Tabu-Thema zum völlig offenen Spaß."

(Lennespiegel, Mark Sonnenborn, 15.03.2016)

 

Wetzlar - Aus Paar wird Familie. Theaterring-Komödie "Patrick 1,5" in der Stadthalle gefeiert. "Patrick 1,5": Erst als Theaterstück erfolgreich, dann ein Kinohit in Schweden und in Deutschland und nun auch als Gastspiel des Theaters Fürth in der Stadthalle Wetzlar gefeiert.

Eingeladen zu der netten Kulturveranstaltung hatte einmal mehr der Theaterring Wetzlar. 500 Menschen sahen die liebevolle und temporeiche Inszenierung von Thomas Rohmer und spendeten den drei Schauspielern kräftig Beifall.Aus den Lautsprechern klang währenddessen der Schlager "Er gehört zu mir" von Marianne Rosenberg, der in Deutschland als Hit in der Homosexuellen-Szene gilt.

Keine leichte Kost, der Zuschauer ahnt es: Es geht um die Ehe von zwei gleichgeschlechtlichen Partnern und ihren Wunsch, ein Kind zu adoptieren. Dem schwedischen Autor Michael Druker gelang es dank witziger Dialoge und der warmherzigen Charakterisierung seiner Figuren dennoch, eine flotte Komödie zu entwerfen.

Zu den Adoptionswilligen kommt nicht das erwartete Kleinkind, sondern ein 15-Jähriger

Um was geht es? Ein Komma rutscht an die falsche Stelle und schon ist das Chaos vorprogrammiert. Der erfolglosen Erfinder Göran (Thomas Rohmer) und der Sozialarbeiter Sven (Jan Hasenfuß) können es kaum erwarten. Endlich soll das lange ersehnte Adoptivkind eintreffen. Doch Patrick (Stefan Peschek) ist ein krimineller Lümmel von 15 Jahren und nicht das erwartete Kleinkind von anderthalb. Da tun sich Konflikte auf, die mit den Schimpfwörtern von Patrick beginnen. "Fuck you" ist noch eins von den harmloseren und mit "Schwuchteln" will der Jugendliche schon gar nicht zu tun haben. Aber es ist Gründonnerstag, bei der Adoptionsbehörde ist keiner zu erreichen.

Sven, der Sozialarbeiter reagiert allergisch und will Patrick sofort aus der Wohnung werfen. Göran hat mehr Verständnis: "Das ist doch noch ein Kind, wir müssen uns um ihn kümmern."

Glaubhaft wird die Geschichte durch den engagierten Einsatz der drei Schauspieler: Thomas Rohmer ist als Göran ein richtiger Knuddelbär, zu dem der coole Patrick (Stefan Peschek) bald Vertrauen fassen kann. Und der schöne Sven (Jan Hasenfuß) scheut sich nicht, seinem Lebensgefährten immer wieder um den Hals zu fallen und ihn leidenschaftlich zu küssen.

Auch das Bühnenbild zeigt zwei Männer, die sich küssen, zwei Supermänner mit wehenden Umhängen in strahlenden Farben. Im Vordergrund sind Kinderspielsachen und ein Bobby Car zu sehen, besser könnte man die ganze Szenerie kaum nachzeichnen.

Und ganz am Rand erwähnt: kleine Details sind auch zu erfahren. "Hey Pippi Langstrumpf, hollahi, hollaho, holla hopsasa": Sven ist ganz scharf darauf, das Lied während eines Fernsehfilms mit zu singen. Das ist anscheinend der Schwulen-Song in Schweden, also nix mit Marianne Rosenberg.

So bahnt sich in dieser Umgebung von Spielen, Fernsehen und Diskussionen eine Freundschaft an zwischen den Dreien, und zum Schluss gibt es ein Happy End, wie es nur auf der Bühne und kaum im wirklichen Leben denkbar ist.

(Wetzlarer Neue Zeitung, Ursula Hahn-Grimm, 19.03.2016)

 

Delmenhorst - "Plädoyer für Toleranz im Delmenhorster Theater. Dass Homosexualität längst kein Tabuthema mehr ist, wurde am Samstagabend eindrucksvoll im Kleinen Haus gezeigt. Die Komödie „Patrick 1,5“ der Theatergastspiele Fürth spielte dabei mit allen gesellschaftlichen Klischees und regte zum Nachdenken an. Für den homosexuellen Göran (Thomas Rohmer) und seinem Partner Sven (Jan Hasenfuß) ist der große Tag gekommen. Mit Plüschtieren, Bobby Car, Wiege und jeder Menge Spielzeug haben sie das Kinderzimmer bereits bestens ausgestattet und alles vorbereitet, um ihr 1,5 Jahre altes Adoptivkind Patrick in Empfang zu nehmen. Doch statt dem Kleinkind steht aufgrund eines klitzekleinen – der Bürokratie verschuldeten – Kommafehlers auf einmal der 15-jährige Patrick (Stefan Pescheck) vor der Tür und die humorvolle Lektion für Toleranz und Akzeptanz beginnt. Da es nachmittags am Gründonnerstag ist, erreicht das Pärchen niemanden mehr beim Sozialamt und nach leichten Anlaufschwierigkeiten, als Göran und Sven dem störrischen Teenager rein gar nichts abgewinnen können, arrangieren sich die beiden und auch der kriminelle Rabauke Patrick Stück für Stück mit der etwas anderen Familienkonstellation. Insbesondere der als wenig erfolgreicher Erfinder agierende Göran vermittelt sensibel und warmherzig zwischen dem schwer erziehbaren Jugendlichen mit krimineller Vergangenheit und dem schnell aufbrausenden Sozialarbeiter Sven. Offen und direkt und ohne die Ernsthaftigkeit der Themen zu untergraben, überzeugt das Trio auf der Bühne des zu zwei Dritteln gefüllten Kleinen Hauses zwar nicht mit Lachern im Sekundentakt, dafür besticht das Theaterstück aber mit Pointen und starker Situationskomik. Ohne Umschweife wird sowohl mit den Vorurteilen gegenüber Homosexualität als auch hinsichtlich vorbestrafter, krimineller Jugendlicher aufgeräumt. Lehrreich macht die Komödie dabei vor allem das Herantasten an eine scheinbar andere Welt und das wachsende Einfühlungsvermögen in Andersdenkende und -liebende. Folgerichtig beendet Patrick das Stück auch mit der Frage „Wer sagt denn, dass es nicht auch drei Prinzen geben kann?“, als jedoch längst allen Besuchern klar ist, dass trotz vieler Missverständnisse zu Beginn aus den drei Männern eine harmonische Familie geworden ist. Insgesamt gelingt Regisseur Thomas Rohmer mit „Patrick 1,5“, geschrieben von Michael Druker, eine Inszenierung, die als Plädoyer für Toleranz und Akzeptanz steht und dank vieler nachdenklicher Momente der Gesellschaft den Spiegel knallhart vor das Gesicht hält.

(Neue Osnabrücker Zeitung, Yannick Richter, 13.03.2016)

 

 

Erlangen - "Sie küssen sich, sie streiten sich ... Die Komödie von Michael Druker hat die Qualität. Weil es sehr direkt, offen, ohne Umschweife und humorvoll mit der Homosexualität umgeht. Nichts ist normaler, durchschnittlicher als die Beziehung des Pärchens Sven (Jan Hasenfuß) und Göran (Thomas Rohmer): Sie necken sich, sie küssen sich, sie streiten, machen sich Vorhaltungen, entschuldigen sich, trösten einander. Und sie wollen ein Kind - adoptieren. ...Nachdem sich die drei erst einmal alles an den Kopf geworfen haben, was die Vorhalte-Palette so hergibt, entwickelt sich allmählich Sympathie und Verständnis füreinander. Die drei Männer sehen, dass sie alle mit Fehlern behaftet sind, aber alle auch ihre Fähigkeiten und liebenswerten Seiten haben. Das Ganze entwickelt sich nicht nur positiv, sondern ist mit Wortwitz und teils spielerischer Leichtigkeit gewürzt, die die drei Mimen locker über die Rampe bringen.

Besonders angenehm fällt auf, dass auf tuntiges Gehabe verzichtet wird. Dadurch rücken die menschlichen Schrullen der Charaktere in den Blickpunkt, wird Homosexualität eben nur als ein Bestandteil ihres Lebens erfasst. Gepaart mit der Spielfreude des Schauspieler-Trios - Rohmer führt zugleich Regie - führt das am Ende zu begeistertem Applaus."

(Erlanger Nachrichten, Dieter Köchel 07.10.2014)

 

 

Schlanders / Italien - "Schauspielkunst vom Feinsten"

(Die Neue Südtiroler Tageszeitung, Heinrich Schwazer, 08.10.2014)

 

 

Erlangen - "Witziges Theaterstück wirbt für Toleranz" (Erlanger Nachrichten, 09.07.2014)

 

"Nicht enden wollender Applaus belohnte das Ensemble für die gelungene Lektion in Toleranz".

(Rheinpfalz, Stefan Folz, 24.01.2015)

 

"Die Inszenierung ist der Hit ... Das Publikum jubelt vor Begeisterung"

 

"Rheinberg - Humorvoll mit Klischees gespielt. Die Theaterspiele Fürth gastierten mit "Patrick 1,5" in der Rheinberger Stadthalle. So schön kann manchmal eine amtliche Verwechslung sein. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erschien. Für Göran (Thomas Rohmer) und Sven (Saša Kekez) war der große Tag gekommen. Sie erwarteten ihr 1,5 Jahre altes Adoptivkind. Doch in dem witzigen Theaterstück "Patrick 1,5", die die Theaterspiele Fürth in der Rheinberger Stadthalle aufführten, lief nicht alles wie geplant. Statt eines eineinhalbjährigen Babys kam ein 15-jähriger Patrick (Stefan Pescheck) als Adoptivkind zu dem homosexuellen Paar. Und Patrick sorgte für witzige Verwirrungen, die die Akteure in feinster Schauspielkunst dem Publikum präsentierten. Das Stück spielt mit Klischees. Der renitente und vorbestrafte Patrick hatte jede Menge Vorurteile über die Lebensgemeinschaft zweier Männer im Gepäck. In seinem Jugendjargon feuerte er eine Beleidigung nach der anderen gegen Göran und Sven raus. Doch schnell merkte der 15-Jährige, dass beim gleichgeschlechtlichen Paar im Alltag nichts anders ist als in einer Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau.

Durch das ganze Stück zog sich der Faden der Toleranz. Und so legte auch Patrick schnell seine Vorurteile ab und schloss die Beiden in sein Herz. Schließlich hatten auch Sven gegen Vorurteile zu kämpfen. Er gab dem 15-jährigen Jungen zu Beginn keine Chance, bezeichnete ihn als Kriminellen ohne Perspektive.

Die Schauspieler spielten humorvoll und zeigten, dass Homosexualität im 21. Jahrhundert kein Tabu-Thema mehr ist, sondern zum normalen Leben gehört. Auch Jugendliche sollten nicht von Beginn an in eine Schublade gesteckt werden. Denn Stefan Pescheck zeigte in seinem Spiel, dass sie oft eine schlimme Vergangenheit hatten, wenn sie von Heim zu Heim wandern. Ein tolles Bühnenbild unterstrich das Schauspiel. Die Zuschauer waren begeistert.

Die turbulente Komödie lebte vor allem von scharfzüngigem Wortwitz, vielen Pointen und immer wiederkehrender Situationskomik. Der Komödie von Michael Druker fehlte es an nichts. Eingebettet in viel Witz und Charme ließ das Stück auch die Bürokratie nicht aus, der in diesem Falle mit der Verwechslung von Patrick ein höchst amüsanter Fehler unterlaufen war. Auch das Bild der Jugend überzeichnete der Autor humorvoll. Die freche Jugendsprache hallte durch die Stadthalle. Am Ende nahm das Stück eine dramatische Wendung. Der behördliche Irrtum wurde aufgeklärt. Patrick sollte weg. Aber was wäre solch ein Theaterstück ohne Happy End. In der Stadthalle gab es während des Stücks und am Ende jede Menge berechtigten Beifall.

(Rheinische Post RP, Sassan Dastkutah, 31.10.2015)

 

" Immenstadt. Das Superman-Paar und der "Kotzbrocken". Wie man sich mit Witz und Herzblut einem brisanten Thema nähern kann, zeigt "Patrick 1,5" bei einem Gastspiel des Fürther Ensembles im Immenstädter Hofgarten

Auf der Bühne ein - mit Plüschtieren, Bobby Car, Wiege, Nuckelfläschchen & Co - perfekt ausgestattetes Kinderzimmer, auf einem großformatigen Poster dahinter Superman im Doppelpack und Kuss-vereint! Bühnenbildner und Requisiteur Horst Rohmer-Kreller hatte wirklich ganze Arbeit geleistet, um das rund 350-köpfige Publikum im Immenstädter Hofgarten auf Michael Drukers Komödie "Patrick 1,5" einzustimmen. Den Rest besorgten die drei bravourösen Protagonisten dieser etwas anderen Familien-Konstellation, die unter der Regie von Thomas Rohmer vom Fürther Ensemble mit Witz und Herzblut inszeniert wurde.
Zwei Männer - der emotional ungestüme Sozialarbeiter Sven (alias Jan Hasenfuß) und der verträumte, ständig erfolglose "Erfinder" Göran (Thomas Rohmer) leben seit Jahren in ehelicher Gemeinschaft zusammen. Die - endlich bewilligte - Adoption eines Kindes soll ihren Lebensentwurf krönen. Sie hatten sich sorgfältig (mittels virtuellen Windel-Wechsel-Kursen und opulenter Baby-Ausstattung) auf die Ankunft des kleinen 1,5 Jahre alten Patrick vorbereitet.
Durch einen klitzekleinen Kommafehler platzt jedoch ein 15-jähriger, mehrfach gestrauchelter Krimineller, den Stefan Pescheck im Verlauf des Geschehens als eindrucksvolle Psycho-Studie verdichtet, ins Haus. Dieser anfänglich absolute "Kotzbrocken" haut dem schwulen Pärchen sämtliche gängigen Vorurteile mit markigen Sprüchen um die Ohren. Aber weil draußen ein "Scheiß-Wetter" und wegen der Osterfeiertage kein Behörden-Verantwortlicher zu erreichen ist, muss man sich irgendwie für ein paar Tage miteinander arrangieren. Was nicht ohne Folgen bleibt und - trotz heftiger Gegenwehr sämtlicher Beteiligten - für eine behutsame Annäherung sorgt. Während sich Sven und Göran (ganz wie im "normalen" Eheleben) fetzen und sich gleich danach ihrer Liebe versichern, mutiert Patrick vom aufmüpfigen, gewaltbereiten Sozial-Verweigerer allmählich zum Familien-Mitglied. Dickes Happy-End also!
Ein Plädoyer für Toleranz das Ganze, was vor allem durch Thomas Rohmer in der sensitiv ausgefeilten Charakter-Studie des warmherzigen, unverbesserlichen Idealisten Göran befördert wurde. Geht also - ein nach wie vor kontrovers diskutiertes Thema (Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare) komödiantisch aufzumischen! Vor allem, weil man sich kurz fasste, mit pfiffigen Licht- und Ton-Effekten arbeitete und drei überaus spielfreudige Akteure ins Rennen schickte.

(Allgäuer Anzeigenblatt, Rosemarie Schweginger, 27.01.2015)

 

"Irre witzige schwedische Familienkomödie" (Erlanger Nachrichten, 09.07.2014)

 

Schlanders - Italien - "Für eine unvergessliche Schauspieldarbietung sorgen Jan Hasenfuß, Stefan Pescheck und Thomas Rohmer, der auch Regie führt."

(Die Neue Südtiroler Tageszeitung, Heinrich Schwazer, 08.10.2014)

 

"Homburg - Komödien können auch ernst sein. Mit "Patrick 1,5" regten Fürther Theaterdarsteller zum Lachen und Nachdenken an. ... Jan Hasenfuss, Thomas Rohmer und Stefan Pescheck brachten das schwedische Theaterstück "Patrick 1,5" mit viel Wortwitz und spielerischer Leichtigkeit auf die Bühne des Kulturzentrums Saalbau. Um eine moderne Form des Liebens und gemeinsamen Lebens ging es in der schwedischen Komödie „Patrick 1,5“, die am Donnerstagabend von den Theatergastspielen Fürth im Homburger Kulturzentrum Saalbau aufgeführt wurde. Das Stück thematisiert gleich zwei brennende Zeit-Probleme: den Umgang der Gesellschaft mit schwulen Paaren sowie gewalttätige Jugendliche ohne Halt und Ziel. Ein gehaltvoller, brisanter Stoff, den Michael Druker in eine Komödie packte. ...
Die Schauspieler Jan Hasenfuß als Sozialarbeiter Sven, Thomas Rohmer als wenig erfolgreicher Erfinder Göran sowie Stefan Pescheck als schwer erziehbarer Jugendlicher mit krimineller Vergangenheit verstanden es, die Komödie von Michael Druker überzeugend auf die Bühne des Saalbaues zu bringen. Kurzweilig, witzig, frech, sehr offen, direkt, ohne dabei den Ernst der Themen zu untergraben. Die turbulente Familienkomödie voller Pointen und übermütiger Situationskomik erwies als sich als ein modernes Zeitstück zum Lachen und Nachdenken und war eine Werbung für mehr Toleranz und Nächstenliebe. Die Zuschauer im gut gefüllten Kulturzentrum Saalbau verfolgten die Inszenierung gespannt und spendeten nicht nur am Ende viel Beifall."

(Saarbrücker-Zeitung, Bernhard Reichhart, 24.01.2015)

 

"Versmold. Ein Märchen mit drei Prinzen. Theaterstück als witzige Werbung für Toleranz

Viele Pointen und eine starke Situationskomik brachte das dreiköpfige Ensemble der Theatergastspiele Fürth mit. Kinderwagen, Wölkchentapete, Plüschtiere, Spieluhr und Bobbycar: Das Bühnenbild als Kinderzimmer kommt im ersten Moment völlig überladen daher. Dazu gut eingesetzte Musikstücke für die richtige Atmosphäre. Der Regisseur Thomas Rohmer hatte ganze Arbeit geleistet, um die 375 Zuschauer in der ausverkauften Versmolder Hauptschulaula auf die Komödie »Patrick 1,5« von Michael Druker einzustimmen.

Mal leise, ernsthafte Gespräche, dann wieder lautstarke, explosive Auseinandersetzungen – vielseitig und mit einer ausdrucksstarken Mimik gingen die Schauspieler ganz offen mit der Liebe unter Männern um. Der erfolglose, aber liebenswerte Erfinder Göran, gespielt von Thomas Rohmer, und der gut aussehende, teilweise aufbrausende Sozialarbeiter Sven, verkörpert von Sasa Kekez, sind bestens vorbereitet, wie die Zimmereinrichtung zeigt. Sie leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und ihr größter Wunsch ist es, ein Kind zu adoptieren. Schon bald soll es so weit sein und der anderthalbjährige Patrick eintreffen.

Aufgrund eines Fehlers beim Sozialamt steht jedoch plötzlich ein 15-jähriger für Totschlag vorbestrafter Jugendlicher, der gekonnt von Stefan Pescheck gespielt wird, vor der Tür. Zunächst wird er für den Briefträger gehalten, doch dann dämmert es den werdenden Vätern. „Er heißt vielleicht Patrick, aber er ist ganz sicher nicht 1,5“, stellt Sven misstrauisch fest.

„Ich hab’s. Jemand hat das Komma vergessen“, ruft Göran wenig später nach Sichtung der Unterlagen aus und liefert als Vermittler den Grund für das Missverständnis. „Zwei Typen, die zusammenleben. Ist das nicht auch ein Missverständnis?“, entgegnete Patrick trotzig und mischte den harmonischen Männerhaushalt samt Musikanlage ordentlich auf.

Ganz direkt und ohne Umschweife wird sowohl mit den Vorurteilen gegenüber Homosexualität als auch hinsichtlich vorbestrafter, krimineller Jugendlicher umgegangen. Auf überflüssiges Schwuchtelgehabe wird dabei verzichtet. Sympathisch und natürlich verkörpern die Schauspieler das homosexuelle Ehepaar mit allem, was auch zu einer Beziehung unter Heteros dazugehört.

Eifersucht, Streitereien, die böse Schwiegermutter und der Umgang mit den persönlichen Eigenarten des Gegenübers gehörten ebenso dazu wie Neckereien, Liebkosungen und leidenschaftliche Küsse in der Öffentlichkeit. Wortwitz und überspitzte alltägliche Situationen, die jeder Partner kennt, zaubern den Besuchern immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Und auch der anfangs trotzige Rabauke lässt seine harte Schale langsam fallen und ungeahnte Fähigkeiten entdecken.

Es ist ein kurzweiliger Abend, der für einige Lacher sorgt, dabei wird der Ernst der Themen jedoch nicht überlagert. Das Stück regt somit zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Vorurteilen an. „Wer sagt denn, dass es nicht auch drei Prinzen geben kann“, schließt Patrick. Trotz anfänglicher Missverständnisse wird aus den Männern eine kleine Familie.

Die Besucher loben das Trio für ihren überzeugenden Auftritt mit lautem Applaus – sowohl zwischendurch als auch am Ende der gut zweistündigen Vorstellung.

(Haller Kreisblatt, Nele Wehmöller, 02.11.2015)

 

"Versmold. Schauspieler-Trio überzeugt mit witzigem und zugleich nachdenklichen Stück "Patrick 1,5" in ausverkaufter Aula. ... Aber im Laufe der Zeit entwickelt sich dank der überzeugenden Schauspieler ein ehrliches Interesse am Anderssein, und Patrick bleibt. "Wie wird man schwul und wie sah eure Hochzeit aus ?" will er wissen. Sven erzählt dank eines zauberhaften Schattenspiels vom Heiratsantrag, den er Göran machte. Sven versucht die Ursachen von Patricks versuchten Totschlags zu ergründen. "Ich bin ein Unglücksrabe" resümiert er, "ich werde immer vorverurteilt". Dazu sagt Göran: "Du mußt mal die Chance haben, das Gegenteil zu beweisen". Und erzählt, dass er als 15-jähriger ebenso unsicher war und sich nicht ernstgenommen fühlte. Nicht zuletzt dieses berührende Herantasten, das wachsende Einfühlungsvermögen in anderes Denken und Liebende, macht dieses Theaterstück so lehrreich. Jedoch ohne erhobenen Zeigefinger. Da erlebt Patrick und somit der Zuschauer den Ehealltag eines schwulen Paares mit, das "genau wie so genannte "normale" Paare Eifersucht zeigt, über die Schrullen des Partners lächelt und sich zwischendurch ganz selbstverständlich die Liebe gesteht. Thomas Rohmer als Göran und gleichsam Regisseur des seit Jahren erfolgreichen, schwedischen Stücks "Patrick 1,5" und Sven alias Sasa Kekez spielen dabei so authentisch und natürlich, dass ein Außenstehender niemals Zweifel an deren Homosexualität hätte. Stefan Pescheck indes verkörpert ebenso glaubthaft die Metarmophose eines rebellischen, nahezu unzähmbaren, schlecht sozialisierten Jugendlichen, einen suchenden Heranwachsenden, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Mit einer Frage ans Publikum bringt Patrick diese seltsame Adoptionsgeschichte auf den Punkt "Wer sagt denn, dass es nicht ein Märchen mit zwei bis drei Prinzen geben kann?" Die begeisterten Zuschauer antworteten mit lang anhaltendem Applaus."

(Westfalen-Blatt, Petra Kramp, 02.11.2015)

 

"Fürth. Kurzweilige Männergeschichte. Die Theatergastspiele Fürth brechen eine Lanze für die Homo-Ehe.  ... "Theatergastspiele Fürth", heißt das Tourneetheater, mit dem sich der in Möhrendorf lebende Rohmer (42) selbständig gemacht hat. Mit prominenten Protagonisten bedient er die Vorliebe der Masse für nicht zu schwerfällige Unterhaltung. Dass dies keinen faden Beigeschmack haben muss, beweist Rohmer mit seiner aktuellen Inszenierung, die nach rund 100 Vorstellungen im deutschsprachigen Raum nun auch in Fürth zu sehen war. Autor Michael Druker hat die Vision von Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare entwickelt und mit reichlich Komik gewürzt. ... Der Frankfurter Stefan Pescheck verkörpert den wegen Todschlags vorbestraften Jugendlichen mit enormer Explosionskraft für den verträumten Männerhaushalt. Als sein Gegenspieler gibt Jan Hasenfuß als Sven kräftig Zunder, während sich Göran (Thomas Rohmer) in der Vermittlerrolle gefällt. Alle drei erfüllen ihren Part mit der nötigen Leidenschaft und sind dabei flexibel genug, um sich im Verlauf des Stückes zusammenzuraufen. Dass Rohmer abweichend von der literarischen Vorlage ein Happy End inszeniert, läuft der Logik des Stückes nicht zuwider.  ... Doch die Devise lautet: "In der Kürze liegt die Würze". Deshalb wird kein Gag überstrapaziert. Auch dass die Guckkastenbühne ohne Umbauten auskommt, wirkt nicht ermüdend. So wird der Blick frei für das schauspielerische Potential. Und das ist nicht ohne.

Mit den Mitteln des Schattentheaters und einer imaginären Diashow wird das Agieren in der offenen Dreierbeziehung aufgelockert. Sehr plastisch wird die Musik in die Inszenierung einbezogen, die dadurch fast schon zum Musical avanciert. Unaufdringlich geht das Stück mit Vorurteilen ins Gericht. Sowohl die gegenüber straffällig gewordenen Jugendlichen als auch jene hinsichtlich der Liebe unter Männern.

Die Moral-Keule wird zum Glück nicht strapaziert. So kann sich die Erkenntnis durchsetzen: Der Mensch ist gut. Für den unbeschwerten und trotzdem geistreichen Theaterabend gab es verdient reichlichen Applaus."

(Fürther Nachrichten, Volker Dittmar, 06. Juli 2015)

 

"Hanau. Ohne erhobenen Zeigefinger. Comoedienhaus präsentiert "Familien-Komödie Patrick 1,5" ein Lehrstück für Toleranz.

Berge von rundäugigen Kuscheltieren und quietschbuntem Kleinkindspielzeug, Buggy, Bobbycar und Fläschchenwärmer in Tierform - alles ist top vorbereitet im Hause des schwulen Paars Göran und Sven für das hart erkämpfte Adoptivkind. Doch dann steht wegen eines Kommafehlers vom Amt statt des 1,5 Jahre alten süßen Kleinkinds auf dem Arm eines Jugendamtmitarbeiters ein homophober 15-jähriger Krimineller mit Todschlag-Erfahrung vor der Tür. Mit diesem explossiven, auf Konflikt programmierten Auftakt startete im Comoedienhaus die kurzweilige Komödie mit Tiefgang "Patrick 1,5 " - ein Theaterstück nach der schwedischen Vorlage von Michael Druker, das die Theatergastspiele Fürth in Zusammenarbeit mit dem Comoedienhaus Wilhelmsbad an zwei Abenden präsentierten. Regie führte Thomas Rohmer, der neben Film- und Fernsehstar Sasa Kekez als dynamisch angriffslustigen Partner und dem aus Biebergemünd stammenden Stefan Pescheck als Jugendlicher delinquent den gemütlich sensiblen "Erfinder" Göran spielte. Unter den Zuschauern der Hanau-Premiere verloste das Comoedienhaus drei Backstage-Tickets für ein Meet and Greet mit den Schauspielern. Das die Schweden nicht nur spannende Krimis schreiben, beweist die "Familien-Komödie" des schwedischen Autors Michael Druker, die seit 1994 auf eine echte Erfolgsgeschichte zurückblicken kann und 2008 ebenso erfolgreich verfilmt wurde. Auch Rohmers Inszenierung erwies sich seit seiner Uraufführung im vergangenen Jahr als Renner beim Publikum und ist schon über das kommende Jahr hinaus komplett als Gastspiel ausgebucht. Als das homosexuelle Paar Göran und Sven, die in einer "eingetragenen Lebenspartnerschaft" leben, auf den kriminellen Jugendlichen Patrick treffen, prallen zwei Welten ungedämpft aufeinander. "Ich hasse Schwule. Nicht mal für ne Million würde ich hier bleiben. Wie kann man solche wie Euch nur Kinder adoptieren lassen ?", brüllt Patrick seinen verdutzten Neueltern entgegen. Trotzdem müssen die drei sich erst einmal arrangieren. Es ist nämlich Gründonnerstag-Nachmittag und beim Sozialamt niemand erreichbar. So wird im Laufe des Bühnengeschehens ein Behördenfehler zum Auslöser für eine grundlegende Veränderung im Leben dieser drei. .... begeisterten sowohl die Inszenierung mit amüsanten Regie-Ideen als auch die Darsteller mit ihrem überzeugenden Spiel das Publikum. Witzig und anspruchsvoll setzte sich die leichtfüßige Komödie für Toleranz, Nächstenliebe und ganz konkret für das Adoptionsrecht homosexueller Paare ein und das Ganze ohne erhobenen Zeigefinger."

(Hanauer Anzeiger, Andrea Pauly, 17.10.2015)

 

 

"Regisseur Thomas Rohmer hat den brisanten Stoff, der 2008 bereits als Film in Deutschland zu sehen war, zwar ernsthaft, aber immer mit der nötigen Prise Humor inszeniert".

(gab-Magazin, Ausgabe 205, Januar 2015)

 

"Homburg. Unsüße 15 Jahre. Dass sich zwei Männer lieben, regt heute (fast) niemanden mehr auf. Dass sie sich auf der Bühne intensiv küssen, ist außerhalb von Großstadthäusern doch nicht selbstverständlich. Dass man in der Provinz weiter ist, als man allgemein vermuten könnte, zeigte sich im Homburger Saalbau, wo die Schauspieler am Donnerstag gerade für ihre Liebesszenen viel Applaus ernteten. Auf dem Programm stand die schwedische Komödie "Patrick 1,5", die seit ihrer Premiere 1984 für viel Spaß auf den Bühnen der Welt sorgt. Und zudem noch Stoff zum Nachdenken bietet, wie man mit Klischees und liebgewonnenen Vorstellungen umgehen soll. ... Rund 90 Minuten lang erlebten die Zuschauer, wie sich die unversöhnlichen Parteien dann doch langsam annäherten. Denn je mehr man über das Lebenskonzept des anderen erfuhr, desto größer wurde das Verständnis. Dass dies ohne allzu große Klischees gelang, war der beindruckenden Leisstung der drei Darsteller zu verdanken. Jan Hasenfuß verkörperte den agilen, leicht cholerischen Sven, der mit Thomas Rohmer einen idealen Partner gefunden hatte. Der ist nämlich eher gutmütig, wodurch er  das neue Pflegekind schnell ins Herz schließen kann. Der rebellische, anfangs unbezähmbar scheinende Patrick wurde von Stefan Pescheck dargestellt. Sehr überzeugend schlüpfte der schlanke 29-jährige in die Rolle des 15-jährigen Jugendlichen, der die Idylle des Männerpaares durcheinanderbringt.

Thomas Rohmer hatte auch die Regie übernommen und verstand es geschickt, durch Positionierung der Schauspieler auf der Bühne die jeweilige emotionale Situation zu verdeutlichen. Ein Einfall, der auch durch das herrlich schrille Bühnenbild viel Spaß machte. Die Einrichtung von Sven und Göran könnte man als "Ikea 2.0" bezeichnen. Grelle Farben, auffällige Tapetenmuster und im Hintergrund in überdimensionalem Format ein sich küssendes Paar Superhelden. So viel Klischee muss einfach sein. Wie auch immer, Autor Michael Druker hat es verstanden, wichtige Probleme in ein amüsantes Paket zu packen. ... Nicht enden wollender Applaus belohnte das Ensemble für die gelungene Lektion in Toleranz".

(Rheinpfalz, Stefan Folz, 24.01.2015)

 

"Nienburg - Ein Märchen mit drei Prinzen ... Rund 400 Zuschauer erlebten am Dienstagabend im Theater auf dem Hornwerk die Inszenierung der Theatergastspiele Fürth ... Die drei Schauspieler überzeugten. Besonders Stefan Pescheck gefiel als zunächst unausstehlicher und schimpfender Jugendlicher ..."

(Die Harke, Sandra Muschol, 26.02.2015)

 

Ludwigshafen - "Ein Komma macht den Unterschied. Das Adoptionsrecht von gleichgeschlechtlichten Paaren wird momentan heiß diskutiert und ist für viele ein sehr ernstes Thema. Etwas lockerer gehen es die Theatergastspiele Fürth mit ihrer Inszenierung der schwedischen Komödie "Patrick 1,5" an, die im gut besuchten Theater im Pfalzbau gezeigt wurde. ... Mit dieser Ausgangslage scheint das Chaos in der Komödie "Patrick 1,5" programmiert. ... Unter der Regie von Thomas Rohmer, der auch Göran spielt, haben die Theatergastspiele Fürth das Stück inszeniert, dem es nicht an aktuellen Bezügen fehlt. Sollten homosexuelle Paare ein Kind adoptieren dürfen? Und was wäre so schlimm daran? Wie definiert sich eine Familie? Vor allem ist "Patrick 1,5" jedoch ein Stück über direkte und versteckte Vorurteile. Patrick führt sämtliche Vorurteile auf, die es zum Thema Homosexualität gibt. Doch auch ihm schlagen die Vorurteile entgegen. Denn Sven und Göran wollen keinen jugendlichen Straftäter unter ihrem Dach haben, der sie beklaut oder vielleicht sogar im Schlaf umbringt. ... Doch schnell merkt das Trio widerwillig, dass der oder die Anderen gar nicht so schlimm sind. Sven und Göran haben eine coole Musikanlage, Patrick kann mit ihnen reden und sie hören auch noch zu. Gleichzeitig ertappt sich das Pärchen dabei, in die Spießerfalle getreten zu sein und Patrick als hoffnungslosen Fall abgestempelt zu haben. Stefan Pescheck überzeugt als trotzig-homophober Patrick, der dennoch das Herz am rechten Fleck hat. Thomas Rohmer und Jan Hasenfuß gelingt die Darstellung eines schwulen Pärchens ohne in Klischees abzugleiten. (Das übernehmen die übergroßen sich küssenden Superhelden auf der Wohnzimmertapete). Sie spielen ein ganz normales Ehepaar, das sich mal streitet und mal kuschelt. Will sagen: So anders scheint es in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auch nicht zuzugehen. Am Ende ist aus den dreien eine kleine Familie geworden. Der Schlüssel dazu ist gegenseitiges Verständnis".

(Die Rheinpfalz, Olivia Kaiser, 06.01.2015)

 

 

"Sehr direkt, offen, ohne Umschweife und humorvoll wird mit dem Thema Homosexualtiät umgegangen"

(Erlanger Nachrichten, Dieter Köchel 07.10.2014)

 

"Weiden - "Notgemeinschaft mit Herz". Wenn zwei Männer heiraten und ein Kind adoptieren, nennt man das Regenbogenfanilie. Was so harmonisch klingt, ist immer noch mit Vorurteilen konfrontiert. Das Stück "Patrick 1,5" nimmt in der Max-Reger-Halle diese Ressentiments genüsslich auf die Schippe. ... Dennoch beginnt die Notgemeinschaft, sich einander anzunähern. Nach und nach legen die Akteure ihr Rollenverhalten ab und offenbaren darunter zu oft enttäuschte Seelen: Sven, der sich nicht von Görans Mutter angenommen fühlt und ein Alkoholproblem hat, Göran, der kreative Erfinder, der sich für einen Versager hält und Patrick, der hinter Schwulenhass und Aggression tiefe Verletzungen verbirgt. Aber das Wochenende hinterlässt bei allen Dreien ihre Spuren. Gegenseitig bieten sie einander Halt, wachsen in der kurzen Zeit so eng zusammen, dass als der Mann vom Jugendamt Patrick wieder abholen will, klar ist: Das ist die Familie, die sich alle drei immer gewünscht haben. Und so nimmt das Stück seine Wende zum Happy End.
Mit "Patrick 1,5" haben die Theatergastspiele Fürth einen schwedischen Kinofilm auf die Theaterbretter geholt, den Regisseur Thomas Rohmer für die Bühne adaptiert hat. Oberflächlich betrachtet ist das Stück eine erfrischende Komödie mit viel Tempo und pointierten Dialogen."

(Der Neue Tag, Jörg Otto, 12.11.2015)

 

Schlanders / Italien - "Anfänglich scheint ein Zusammenleben des homosexuellen Paars mit Patrick ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, doch nach und nach kommen sie einander näher. Sie entdecken, dass eigentlich niemand frei von Vorurteilen ist. Das Zusammensein und die Gespräche führen dazu, dass die drei einander verstehen lernen, sich respektieren und am Ende zu einer kleinen Familie zusammenwachsen. Jan Hasenfuß, Thomas Rohmer und Stefan Peschek (Theatergastspiele Fürth) haben es verstanden, die schwedische Komödie „Patrick 1,5“ von Michael Druker überzeugend, kurzweilig und pointiert auf die Bühne zu bringen, ohne dabei den Ernst der Themen zu untergraben. Entsprechend groß war der Applaus, den sie nach der Aufführung im fast voll besetzten Theatersaal des Kulturhauses in Schlanders ernteten. "

(Der Vinschger, Ausgabe 36/14, 15.10.2014, Sepp)

 

 

"Die Handlung der Komödie trifft den Nerv der Zeit und ist zugleich äußerst humorvoll"

(Die Neue Südtiroler Tageszeitung, Heinrich Schwazer, 08.10.2014)

 

Lünen - "Kultkomödie erntete viel Applaus. Viele Jugendliche beim Serienauftakt. ... Lünen. Erfreulich viele Jugendliche waren unter den gut 300 Zuschauern, die am Dienstagabend ins Theater gekommen waren, um den Auftakt der neuen dreiteiligen Serie "Junges Hilpert-Theater"zu erleben. Mit dem von Michael Druker 1994 verfassten und in Schweden mittlerweile zur Kultkomödie avancierten Bühnenstück wird eine Situation beschrieben, in der zwei Welten aufeinanderprallen. ... Drukers Stück trifft den Zeitgeist und ist wesentlich ein beabsichtigter Türöffner für eine Lebensform, die vielen in ihrer Realität noch unbekannt ist und einigen vielleicht unerklärbar bleiben wird. Es bezieht seine Dramatik aus dem teilweise recht witzigen Aufeinandertreffen von gegenseitigen Vorurteilen und dem Willen, die entstehenden und mit der unvermeidlichen Rohheit des Gassen-Jargons beladenen Konflikte zu lösen. Die für die "Theatergastspiele Fürth" produzierte Komödie zeigt drei Schauspieler, die ihren Part souverän beherrschen. Jan Hasenfuß spielt den Sozialarbeiter Sven mit kräftiger Virilität, Stefan Pescheck ist ein aufmüpfiger Kerl, der seinen Schwulen-Hass in die Bejahung zu einer Familie verwandeln kann. Thomas Rohmer, der den als Erfinder wenig erfolgreichen Göran sehr empfindsam und ausgleichend spielt, hat auch die Inszenierung übernommen.

In einem farbigen Ambiente (Bühne und Kostüme: Horst Rohmer-Kreller) zeichnet er die Lebensart nach, unterlegt bedeutsame Texte und Übergänge mit Musik und verschafft mit einem gelungenen Schattenspiel der beiden Protagonisten den Rückblick auf den großen Moment ihres gemeinsamen Anfangs. Gelungener Auftakt der neuen Serie, die vom Publikum herzlich und mit lang anhaltendem Beifall honoriert wurde."

(Ruhrnachrichten, Rudolph Lauer, 04.12.2014)

 

"Plochingen. Wortwitz und spielerische Leichtigkeit. ... Die Theatermacher verzichteten auf billige Vorurteilsmaschen. Heraus kam ein heiteres Plädoyer für Toleranz, was vom Plochinger Publikum dann auch mit viel Applaus quittiert wurde."

(Plochinger Nachrichten, 15.10.2015)

 

 

Emmerich - "Adoption mal anders. Viel Applaus für das Theaterstück "Patrick 1,5" im Stadttheater. Emmerich. Die Besucher des Stadttheaters wurden in der Komödie "Patrick 1,5" von Michael Druker mit einer Situation konfrontiert, die sie sicher erheblich ans Nachdenken brachte. Zwei Welten standen sich hier gegenüber, die sich außerhalb der gesellschaftlichen Normen bewegten. ... Die Zuhörer im fast ausverkauften Theater verfolgten gespannt den Verlauf des Stückes und spendeten am Schluss lebhaften Beifall. ... Nicht zu vergessen sind auch die scherzhaften Szenen, die eine schwierige Situation auflockern und zu einem guten Ende beitragen."

(NRZ, Hans Wimmers, 09.12.2014)

 

Norderstedt - "Das Theaterstück "Patrick 1,5" thematisiert gleich zwei brennende Zeit-Probleme. Zum einen den Umgang der Gesellschaft mit schwulen Paaren, zum zweiten gewalttätige Jugendliche ohne Halt und Ziel. Autor Michael Druker packte den gehaltvollen Stoff in eine Komödie, Thomas Rohmer von den Theatergastspielen Fürth schrieb eine Spielfassung. Bei der Aufführung im Norderstedter Kulturwerk erhielt das Schauspieler-Trio Stefan Pescheck als Patrick, Jan Hasenfuß als Sven und Regisseur Thomas Rohmer als Göran viel Applaus. ... Stefan Pescheck entwickelt in der Titelrolle den Charakter von der Null-Bock-Göre zu einem nachdenklichen Jungen, der plötzlich auch zuhören und nicht nur schlagen kann, handwerkliche Fähigkeiten entwickelt und sich freut, dass er helfen darf und Lob bekommt. Spielerisch, klar und unaufgeregt gelingt es dem 29-Jährigen, mit Komik einen Lösungsansatz für das ernste Problem schwer erziehbarer Jugendlicher aufzublättern."

(Hamburger Abendblatt, 17.10.2014, Heide Linde-Lembke)

 

"Das zwei-und-ein-halb-Mann Theaterstück sorgt für Gänsehaut und Lacher. Nimmt sich eines ernsten Themas mit Schmunzeln an."

(Radio Schwule Welle - Das Magazin, 30.11.2014)

 

"Die Theatergastspiele Fürth sind gerade dabei, sich einen festen Platz im deutschsprachigen Tourneetheater-Betrieb zu erobern."

(Erlanger Nachrichten, 01.10.2014, smö)

 

Ludwigshafen - "Thomas Rohmer inszenierte mit Patrick 1,5 ein witziges Theaterstück, das sich mit Toleranz und Nächstenliebe, mit gesellschaftlichen Normen und deutschen Behörden, mit Kriminalität und Zuwendung auseinandersetzt− eine Thematik, die aktueller nicht sein könnte."

(Kurpfalzbild.de, Online-Ausgabe, 06.01.2015)

 

Dinslaken -  "Humorvolles Märchen mit drei Prinzen. Die beiden Superhelden auf der Tapetenwand küssen sich in inniger Umarmung, davor sieht es aus wie in einem Spielwarengeschäft. Das Einzige, was dem Sozialarbeiter Sven (Jan Hasenfuß) und seinem Frischangetrauten, dem Lebenskünstler und Erfinder Göran (Thomas Rohmer) noch fehlt, ist ein Adoptivkind. Patrick. Ein Jahr und fünf Monate alt, so wurde es dem schwedischen Paar versprochen. Wen wundert’s also, wenn Göran den Flegel im Teenageralter, der am Tag der Adoption an der Tür des Paares klingelt, für den Briefträger hält. Der ist allerdings kein Postbote, dafür hat er ein Vorstrafenregister inklusive Verurteilung wegen einer tödlichen Messerstecherei – und einen Brief vom Amt. Patrick (Stefan Peschek) ist der Adoptivsohn, das Alter, 15 statt 1,5 Jahre, ein Druckfehler. Mit dieser Konstellation beginnt die schwedische Erfolgskomödie von Michael Druker, die im Rahmen des städtischen Theaterabos am Donnerstag in der Kathrin-Türks-Halle gezeigt wurde. Was die Zuschauer erwartete, war leicht abzusehen. Gerade zwischen Sozialarbeiter Sven und dem harten Straßenjungen mit seinen Vorurteilen gegenüber Homosexuellen knallt es gewaltig. Aber je mehr sich die beiden kennenlernen, desto mehr zeigen sich Parallelen. Svens Vater starb am Alkohol, er selbst hat die Sucht geerbt. In Göran verliebte er sich, als der verrückte Erfinder, dessen Emotionen erkennende Stereoanlage bei jeder neuen Idee die Musik von „Wickie“ spielt“, wegen Geldproblemen beim Sozialamt vorsprechen musste. Und nicht nur die Nachbarn, sondern auch die eigenen Mütter machen das Paar wegen seiner Liebe zu Außenseitern. Nach und nach bröckelt Patricks harte Fassade. Er erkennt, dass er in dem Paar zum ersten Mal Menschen begegnet, die anders sind, aber doch ihren Weg in der Mitte der Gesellschaft gehen. Und er spürt, dass er zwar nicht das Traumkind der beiden ist, aber ihnen durchaus etwas geben kann. Erst repariert er die Kühlschranktür, dann die Solaranlage auf dem Dach. Und wenn er sich im Superman-Shirt zum Schluss des „Märchens mit drei Prinzen“ für Sven und Göran als seine neuen Eltern entscheidet, wissen die Zuschauer, dass er in deren Seelen wohl noch vieles mehr reparieren wird. Sehr langer Applaus für eine kurzweilige Komödie um den offenen Umgang miteinander."
(WAZ, Bettina Schack, 14.03.2015)

 

Wolfenbüttel - "Die Moral: Offen sein trotz Vorurteil. Eine Komödie, die durchaus als Spiegel der Gesellschaft taugt: Patrick 1,5 sorgte für ein volles Lessingtheater".

(Braunschweiger Zeitung, Erik Beyen, 16.03.2015)

 

Brief des Veranstalters (Insel Sylt Tourismus-Service GmbH) über die Premiere der Produktion auf Sylt / Westerland:

 

Lieber Herr Rohmer,

 

wir danken Ihnen für die wundervolle Aufführung Patrick 1,5 bei uns im Alten Kursaal am Rathausplatz in Westerland!

Ein Stück mit einem Wink an das Wahre des Lebens, lebendig, gefühlvoll aber vor allem ausgezeichnet gespielt und wirkungsvoll in Scene gesetzt! Ein Stück zum  Nachdenken und Lachen. Ein Stück das man nicht so schnell vergisst und die Zuschauer begeistert hat!

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg mit Patrick 1,5!

 

Herzlichst Ihre

 

Karen Eckert

Insel Sylt Tourismus-Service GmbH

21.07.2014

 

 

Mails von Veranstaltern, die unseren "Patrick 1,5" bei sich aufgenommen haben :

 

"Guten Morgen Herr Rohmer, hier die Presseartikel über die gelungene Veranstaltung am vergangenen Freitag in Versmold. Es hat uns allen sehr gut gefallen. Das Theater war ausverkauft".

Anke Weinbrenner, Stadt Versmold, 02.11.2015

 

"Hallo Herr Rohmer, Danke nochmal für die super Aufführung von "Patrick 1,5" in Rheinberg."

Dorothee Brunner, Stadt Rheinberg, 02.11.2015

 

"Wir waren heute auch noch am schwärmen und haben alle um uns rum noch bewegt heute in die Vorstellung zu gehen. Also für heute Abend noch ganz viel Erfolg…"

Sabine Oswald, Commoedienhaus Hanau, 16.10.2015

 

 

 

Unsere Produktion zieht endlich wieder junges Publikum in die Theater - diese sind restlos begeistert, wie die nachfolgenden Briefe und Emails zeigen.

Hier Briefe, Emails von Schülern, die unsere Produktion in Italien (Schlanders / Bozen) besucht haben :

 

Am 09.10.14 waren wir im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts bei der Aufführung Patrick 1,5. Das Stück hat mir gut gefallen, da es kurzweilig war und viele lustige Szenen vorkamen.

Das Bühnenbild, welches aussah, als ob es eine normale Wohnung wäre, hat mir sehr gut gefallen. Die bunten Tapeten an den Wänden haben gut gepasst, da auch der Charakter des homosexuellen Ehepaars sehr vielfältig und somit auch bunt war. Besonders gut hat mir die große Wand im Hintergrund gefallen, auf der zwei Superhelden abgebildet waren, die sich küssten. Sie war etwas Besonderes, denn normalerweise retten Superhelden Frauen, die in Gefahr sind und verlieben sich in sie. Dieses Bild zeigte, dass es auch anders sein kann.

Auch die Schauspieler waren gut. Der Schauspieler, der die Rolle von Patrick hatte, spielte seine Rolle sehr überzeugend. Er wirkte wie ein 15-jähriger Junge, obwohl er in Wirklichkeit doppelt so alt war. Bei dem schwulen Ehepaar hat mir gefallen, dass sie nicht so übertrieben und klischeehaft aufgetreten sind, wie es viele von Homosexuellen erwarten.

Die Thematik des Stücks war etwas Neues und Einzigartiges, und ich finde es schade, dass es heutzutage immer noch Menschen gibt, die solche Partnerschaften nicht akzeptieren.

Valentin Wallnöfer

 

Das Stück „Patrick 1,5“ hat mir gut gefallen, es war lustig und sehr interessant. Ich habe noch nie vorher ein Theater zu dieser Thematik gesehen, und mich fasziniert es, dass die Schauspieler sich so gut in die Rollen hineinversetzen können. Man hat nachher beim Gespräch gesehen, dass sie einfach in die Rolle schlüpfen und sie danach wieder ablegen können - in Wirklichkeit sind sie ganz andere Menschen. Das Stück wurde gut inszeniert und das Bühnenbild war sehr aufwändig gestaltet, es wurden auch sehr viele Requisiten verwendet. Die Technik fand ich toll, besonders die Erfindung mit dem Radio. Ich kann eigentlich keine genaue Lieblingsszene nennen - der Anfang des Stücks hat mir allgemein sehr gut gefallen, als die drei begonnen haben sich kennenzulernen. Ich hätte mir allerdings mehr Konflikte zwischen ihnen erwartet.

Valentina Oberhofer, 3BSG

 

Meine Eindrücke vom Theaterstück „Patrick 1,5“ waren sehr gut, weil einmal eine andere Thematik als sonst angesprochen wurde. Die Rollen waren gut besetzt, und die drei haben das Theater lustig und gleichzeitig ernst inszeniert. Auch das Gespräch nach der Aufführung war sehr interessant und aufschlussreich, da man die Personen hinter den Charakteren kennen lernen konnte. Das Bühnenbild war sehr aufwändig und hat die Szenerie unterstrichen, nur schade war, dass das Bühnenbild nicht gewechselt wurde. Meine Lieblingsszene war, als sie zum ersten Mal alle drei aufeinander getroffen sind, weil es da zu einem richtigen Streit gekommen ist, der die Vorurteile und Klischees so richtig aufgezeigt hat. Insgesamt hat es sich wirklich gelohnt, dieses Theater zu besuchen.

Viktoria Lechthaler

 

Obwohl ich das Bühnenbild bereits von Fotos kannte, hinterließ der Moment, in dem der Vorhang hochgezogen wurde, in mir ein kleines Staunen und eine enorme Vorfreude auf das nun folgende Stück „Patrick 1.5“. Liebevoll war die Bühne mit Kinderspielzeug und knallbunten Tapeten geschmückt worden. Da ich innerlich immer noch von der Kulisse schwärmte, bemerkte ich nicht sofort den freundlich aussehenden Herrn mit Bart und Bademantel, der über den Bühnenboden schlurfte. Später stellte sich heraus, dass er Erfinder war und außerdem Lebensgefährte eines Sozialarbeiters – ein recht glückliches Ehepaar, dass es geschafft hatte, nach schier endlosen Diskussionen mit dem Sozialamt einen Jungen zu adoptieren, Patrick. Eines Missverständnisses halber kam jedoch anstatt eines Eineinhalbjährigen ein 15 Jahre alter, schwererziehbarer Jugendlicher mit krimineller Vergangenheit in die Wohnung des homosexuellen Pärchens gestapft. Schlussendlich ging das Stück von Streit bis hin zu Verzweiflung doch glücklicherweise versöhnlich und mit einem Happy End aus. „Eine starke schauspielerische Leistung!“, sagte ich innerlich zu mir selbst. Die 3 Schauspieler wirkten tatsächlich sehr überzeugend, auch die Bühne war sehr mühevoll gestaltet worden. Alles in allem war es ein gelungenes Stück mit annähernd gar keinen negativen Aspekten. Ein gelungener Abend für uns alle.

Simon Tappeiner

 

Das Besondere an „Patrick 1,5“ ist meiner Meinung nach die Leichtigkeit, mit der ein doch sehr kontroverses Thema behandelt wird. Ein homosexuelles Paar trifft auf einen fünfzehnjährigen Vorbestrafen, und obwohl die beiden „Parteien“ anfangs glauben, nicht unterschiedlicher sein zu können, erkennen sie schon nach kurzer Zeit, dass sie mehr verbindet, als man glauben sollte. Beide sind sie Außenseiter der Gesellschaft, beide versuchen sie, ihren Platz in der Welt zu finden.

Gerade weil die schauspielerische Leistung nicht perfekt war, war sie es doch wieder – eben weil die Charaktere es auch nicht sind; sie sind unvollkommen. Und genau daher kommt die oben genannte Leichtigkeit, diese Frische. Ein buntes, phantasievoll gestaltetes Bühnenbild unterstrich diesen Effekt noch. Und obwohl der Vorhang oft gefallen ist – zu oft vielleicht – wurde ich nie aus der Spannung gerissen. Vor allem, als Sven und Patrick mit den Spielzeugautos um die Wette fuhren, freute ich mich innerlich sehr, dass sie einander gefunden hatten. Und was kann Theater Größeres machen, als Freude zu schenken?

Rebekka Prader

 

Mir hat das Stück sehr gut gefallen und mich auch angesprochen. Das Thema, das aufgegriffen wurde, war außergewöhnlich und dadurch auch interessant. Mich hat das aufwändige und detailreiche Bühnenbild fasziniert. Die Schauspieler haben ihre Rolle authentisch und, wie ich finde, professionell  gemeistert. Auch die verwendete Sprache war sehr passend, da sie sehr jugendlich und direkt war und auch die jungen Leute im Publikum ansprach.

Martin Primisser

 

Es wird dunkel, und Stille kehrt ein, dann geht endlich der Vorhang auf. Das Bühnenbild ist großartig, voller knalliger Farben, Formen und Details. Unzählige Kuscheltiere sitzen auf der Couch und blicken direkt ins Publikum. Kurze Zeit später kommen die Schauspieler auf die Bühne…. Sie wirken entspannt und selbstsicher und obwohl sie kein Mikrofon besitzen, ist ihre Stimme klar und deutlich. Meiner Meinung nach haben sie sich gut in ihre Rollen hineinversetzt, was sicherlich nicht immer einfach war. Besonders die Tatsache, als Mann einen anderen Mann zu küssen, stellt eine große Herausforderung dar.

Das Musik- und Lichtspiel war sehr gut durchdacht, wodurch die übermittelten Gefühle nochmals verstärkt bzw. untermauert wurden. Ein Beispiel dafür ist z.B. der Heiratsantrag vor der rot beleuchteten Bar.

Maren Marseiler

 

Das Stück behandelt die Thematik zwar nur oberflächlich, trotzdem geht meine Anerkennung an die Schauspieler, die ihre Rollen sehr gut gespielt haben. Das Bühnenbild war zwar sehr schön, aber leider durchgehend dasselbe. Ein Kompliment geht auch an die Techniker, die ganze Arbeit geleistet haben. Am besten gefallen hat mir die Einstiegsszene, weil da so richtig viele Missverständnisse entstanden sind. Meiner Meinung nach hat „Patrick“ am besten gespielt, da er wirklich glaubhaft diesen trotzigen, missverstandenen Jungen über die Bühne gebracht hat. Beim anschließenden Gespräch kam sofort heraus, dass die Schauspieler nicht viel mit ihren Rollen gemeinsam haben. Es war spürbar, wer von den dreien der Regisseur war, doch alles in allem waren mir alle drei sympathisch.

Svetlana Lerchthaler

 

An der Inszenierung von „Patrick 1,5“ haben mir besonders gut das aufwendige Bühnenbild und die Leistung der Schauspieler gefallen. Auf der Bühne standen zwar nur drei Männer, aber sie haben es geschafft, das Publikum zum Lachen zu bringen, und ich finde, je weniger Menschen auf der Bühne stehen, desto besser kann man die Qualitäten der Schauspieler erkennen und sieht, was sie leisten können. Meine Lieblingsszene war die Szene mit dem Heiratsantrag, weil sie einfach eine Abwechslung zum Rest war. Und obwohl ich sonst nicht so auf Kitsch stehe, hat sie mich irgendwie berührt. Besonders fand ich auch, dass die drei uns nach der Aufführung mit einem wirklich interessanten Gespräch entgegengekommen sind, das uns einen guten Einblick in die Personen hinter den Rollen und in die Theaterwelt gegeben hat.

Eva Holzer

 

Ich finde, das Theater ist gut gelungen, es war unterhaltsam und oft auch lustig. Die Schauspieler konnten sich sehr gut in ihre Rollen hineinversetzen. Das Bühnenbild war sehr anspruchsvoll und schön anzusehen, obwohl ich mich dann gefragt habe, warum der Umbau (und die Pause) so lange gedauert haben. Die Thematik war auf Jugendliche ausgerichtet, ist  aber auch bei den Erwachsenen gut angekommen.

Beim anschließenden Gespräch hat man gemerkt, dass alle drei Schauspieler sehr gesprächig sind und dass sie gerne auf der Bühne stehen und wissen, was sie tun.

Es war aber gut, dass der Schluss umgeschrieben wurde und dass der Zusammenhang der zwei Welten gut dargestellt wurde, wenn es auch besser gewesen wäre, wenn es mehr Konflikte gegeben hätte.

Also insgesamt war es ein sehr gut gelungenes Thema und Stück!

Elisha Pinggera

 

Gestern waren wir bei einer echt tollen Theaterinszenierung. Die Bühne war aufwändig gestaltet. Vor allem der Tisch hat mir echt gut gefallen( 4000 Euro). Die Technik war sehr professionell. Doch auch die Schauspieler sind nicht zu unterschätzen. Am besten gespielt hat der Regisseur selbst, aber auch den anderen merkte man ihre Professionalität richtig an. Ich persönlich finde, dass diese Thematik sehr oft angeschnitten wird( in Gesprächen, in Filmen) Für unsere moderne Welt ist es ein sehr geringes Problem. Meine Lieblingsszene war die Szene mit dem Heiratsantrag (hoffnungslose Romantikerin)

Elisabeth Steiner

 

Wie vielen anderen auch hat mir das Theater sehr gut gefallen, es war ein außergewöhnliches Thema. Ich fand es faszinierend, wie zwei Nicht-Homos sich so gut in diese Rolle versetzen konnten, sie haben es als „ganz normal“ rübergebracht. Auch das Gespräch nachher mit den Schauspielern war aufschlussreich; ich fand es toll, dass sie viel von selbst erzählten, ohne dass wir viele Fragen stellen mussten. Meine Lieblingsszene war, als Patrick seine Adoptiveltern fragt, wie Kinder ihre „Eltern“ mal nennen sollen, wenn sie älter sind: „Vati und Figgi?“

Doreen Donchi 3BSG

 

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